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Haarausfall


 

Haarausfall ist ein häufiges Problem und belastet die Betroffenen meist sehr. Die Vorstellung einer Glatzenbildung ängstigt einerseits, die zahlreichen angeblichen Wundermittel und -methoden gegen Haarausfall verunsichern andererseits.
Es gibt verschiedene Formen und viele Gründe für Haarausfall. So unterscheidet man einen umschriebenen (z.B. kreisrunder Haarausfall) von einem großflächigen Haarausfall (z.B. typische männliche Glatzenbildung).
Vielfältige Ursachen können Haarausfall bewirken, z.B. Infektionen, Entzündungen, Medikamente, Hormonstörungen (z.B. Überfunktion der Schilddrüse), Mangelerscheinungen (z.B. Eisenmangel), Streßsituationen, physikalische Schädigungen u.a.

Wann wird ein Haarausfall krankhaft?
Eine Zahl von 40 bis 100 ausgefallenen Haaren pro Tag gilt als normal, wobei sich Ausfall und Neubildung durch verschiedene Wachstums- und Ruhephasen der Haare die Waage halten.
Wer deutlich mehr als 100 Haare pro Tag verliert oder bereits eine Lichtung bemerkt, sollte sich ärztlich untersuchen lassen. Meist ist eine Blutentnahme erforderlich, um eine mögliche Mangelerscheinung oder andere Ursachen aufzudecken. Ferner sollten einige Haare vom Arzt entnommen werden, um eine mikroskopische Haarwurzelanalyse (Trichogramm) zu erstellen.

Die häufigsten Formen des Haarausfalls sind der hormonelle und der kreisrunde Haarausfall. Beim kreisrunden Haarausfall ist die Ursache immer noch unbekannt. Die äußeren Therapiemöglichkeiten sind vielfältig, z.T. wachsen die Haare auch wieder spontan nach. Entscheidend für die Ausbildung des hormonellen Haarausfalls sind zwei Faktoren: Erblichkeit und männliche Hormone. Bei erblich bedingter Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem männlichen Hormon kommt es zum Haarausfall. Dies geschieht bei Mann und Frau gleichermaßen. Seine Behandlung ist schwierig. Ziel ist es, den Haarausfall zu stoppen. Es kann u.a. mehrmonatig ein spezielles Haarwasser (Östrogen-oder Minoxidilhaltig) angewandt werden, bei Frauen ist eine zusätzliche Gabe von Hormontabletten möglich, z.B. in Form einer bestimmten "Pille". Während dies bei Männern lange Zeit nicht möglich war, gibt es jetzt auch für Männer ein Medikament, das zumindest den Haarausfall aufhalten kann (Finasterid). Eine weitere Möglichkeit der Therapie besteht in der Eigenhaartransplantation, die jedoch sehr kostspielig ist.
Das weitere Angebot an frei verkäuflichen Haarwassern, Shampoos und Pillen gegen Haarausfall ist vielfältig. Gemeinsam haben die meisten dieser Mittel, dass die Wirksamkeit bisher nicht wissenschaftlich untersucht wurde.

© O.Hafner


 

 


© 2007 Dr. med. Oliver Hafner und Dr. med. Wilhelm Mailänder