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Haut und Sonne


 

Sonnenlicht ist eine grundlegende Voraussetzung für Leben auf der Erde. Neben seinen sicherlich vorhandenen positiven Effekten, z.B. auf die Psyche des Menschen oder bei der Vitamin-D-Produktion, kann Sonnenlicht jedoch auch negative Auswirkungen haben und Krankheiten verursachen.
Dabei sind einmal Krankheitsbilder zu unterscheiden, die durch UV-Licht unmittelbar ausgelöst werden wie der Sonnenbrand oder auch allergische Lichtreaktionen (akute UV-Schäden).
Besorgniserregender ist jedoch die in den letzten Jahren zu beobachtende deutliche Zunahme chronischer UV-Schäden zu verzeichnen, die unter anderem auch mit dem oft allzu sorglosen Umgang mit natürlichem oder künstlichem Sonnenlicht zusammenhängt. Gerade diese UV-verursachten Prozesse, zu denen Hautalterung, Pigmentflecke und Hauttumoren gehören, entwickeln sich erst über einen langen Zeitraum und bleiben zunächst unbemerkt, da sie anfangs nur geringe Beschwerden verursachen.
Während für die Entstehung bestimmter Hauttumoren (z.B. Karzinom der Haut) die Summe der UV-Dosis im Laufe des Lebens entscheidend ist, ist die Entwicklung des schwarzen Hautkrebs von mehreren Faktoren abhängig. Die wichtigsten sind:
Hauttyp des Menschen (z. B. rotblonder, empfindlicher Typ), Anzahl der Pigmentflecke oder Muttermale, (dabei gilt: je mehr Muttermale jemand hat, desto höher das Risiko), hohe wiederholte Sonnenbelastung, insbesondere Anzahl der Sonnenbrände in der Kindheit.
Um diese in den letzten Jahren erkannten Gefahren möglichst klein zu halten, sind einige Verhaltensvorschläge empfehlenswert:
Eine fachärztliche Kontrolle von Muttermalen, besonders bei Menschen mit vielen "Leberflecken" ist ebenso wichtig wie die Durchführung eines Sonnenschutzes. Inzwischen gibt es die Möglichkeit, Muttermale mit einer computergestützten Auflichtmikroskopie mit Videoanalyse noch besser im Verlauf zu beobachten.
Es gibt zahlreiche sehr wirksame Sonnenschutzmittel, die bei empfindlichen Personen einen Lichtschutzfaktor zwischen 15 und 20 haben und sowohl UVA- als auch UVB-Filter enthalten sollten. Auch eine Sonnencreme bietet jedoch keinen unbegrenzten Schutz und mindert das schwarze Hautkrebsrisiko nur unzureichend, wenn sie in der Art einer "falschen Sicherheit" zu stundenlangem Sonnenbaden führt.
Der beste Sonnenschutz jedoch kann durch vernünftiges Verhalten erreicht werden. Dies beinhaltet maßvollen Umgang mit dem Sonnenlicht und weitgehender Verzicht auf Solariumbesuche. Die Mittagssonne sollte gemieden werden, denn sogar im Schatten besteht eine nicht geringe UV-Strahlung. Gut ist es, eine Kopfbedeckung sowie leichte, luftige Kleidung (UV-Schutz sehr unterschiedlich!) zu tragen. Selbst ein Waschmittel mit UV-Schutz ist heute verfügbar.
All die genannten Verhaltensempfehlungen sind besonders bei Kindern konsequent durchzuführen, die hauptsächliche Zielgruppe des Sonnenschutzes sein sollten.

© O.Hafner


 

 


© 2007 Dr. med. Oliver Hafner und Dr. med. Wilhelm Mailänder