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- Photodynamische Therapie
Information zu aktinischen Keratosen (Lichtschwielen) und zur Durchführung der Photodynamischen Therapie


 

Definition:
Die aktinische Keratose, auch als „rauhe Lichtschwiele“ bezeichnet, ist eine durch UV-Licht ausgelöste Vorstufe des Spinalioms (Stachelzellkrebs). Es handelt sich bei ihr also um UV-bedingte Schädigung bestimmter Hautzellen. Anfänglich bilden sich scharf begrenzte Rötungen mit leichter Schuppung. Diese entwickeln sich zu ausgeprägten, weiß-gelblichen Verhornungen an exponierten Stellen wie Gesicht, Ohren, Unterlippe und Handrücken.
Der Zerstörungsprozess geschieht allerdings sehr schleichend. Oft vergehen 10 bis 20 Jahre, bis sich die aktinische Keratose in Form der beschriebenen Pigmentveränderungen zeigt und häufig sind die betroffenen Stellen früher zu ertasten als zu sehen. Sie fühlen sich häufig wie Sandpapier an.

Ursachen:
In Deutschland leiden schätzungsweise 4,4 – 10 Mio. Menschen an aktinischer Keratose. Betroffen davon sind meist hellhäutige Menschen ab dem 50. Lebensjahr, aber auch Jüngere kommen in Betracht. Bei ca. 40% aller Patienten ab dem 60. Lebensjahr können entsprechende Hautveränderungen festgestellt werden.

Betroffene:
Besonders gefährdet sind Menschen, die sehr viel Zeit ihres Lebens in der Sonne verbracht haben. Die aktinische Keratose tritt häufig bei hellhäutigen Personen mit den Hauttypen I oder II auf, die leicht einen Sonnenbrand bekommen. Dunkel- bis schwarzhäutige Menschen sind sehr selten betroffen. Die aktinische Keratose betrifft oft auch Personen mit einer Immunschwäche.
Das Krankheitsbild sollte auf jeden Fall behandelt werden, um die Weiterentwicklung zu einem bösartigen Spinaliom (Hautkrebs) zu verhindern.

Behandlungsmöglichkeiten: Neben mechanischem Abtragen gibt es die Möglichkeit der Kältebehandlung sowie der Therapie mit immunmodulierenden oder auch chem. zerstörenden Salben. Ein für den Patienten relativ angenehmes, zuverlässiges und schnelles Verfahren stellt die Photodynamische Therapie dar.
Dabei handelt es sich um die Behandlung mit rotem Licht nach Auftragen eines Farbstoffes auf die Haut.
Die Wirkung der Photodynamischen Therapie:
Eine kleine Menge von Aminolävulinsäure (ALA), einem natürlichen und im menschlichen Körper vorkommenden Baustein des roten Blutfarbstoffes, wird im Bereich der erkrankten Stelle in Form von einer Salbe auf die Haut aufgetragen und licht- und luftdicht abgedeckt. Die Substanz reichert sich bevorzugt in den erkrankten Hautzellen an. Nach einer Einwirkzeit von ca. drei bis sechs Stunden wird der Herd mit der Rotlichtlampe bestrahlt. Während der Behandlung muss eine Schutzbrille getragen werden. Die Behandlung dauert ca. 20 bis 30 Minuten.
Während der Behandlung kann es zu einem brennendem Schmerz im behandelten Herd kommen. Nach der Bestrahlung können vorübergehend Rötung und Schwellung auftreten, im weiteren Verlauf kann sich eine Kruste bilden. In seltenen Fällen kann es zu einer Wundinfektion kommen. Eine vorübergehende Braunfärbung oder Rötung im behandelten Areal kann auftreten. Gegebenfalls können mehrere Behandlungen erforderlich sein ( in der Regel 1-2).
Bis 24 Stunden nach der Behandlung sollten Sie eine Sonnenbestrahlung meiden.

Kosten:
Die Photodynamische Therapie ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie wird den Patienten nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in Rechnung gestellt.
Die Gesamtkosten der Therapie hängen von der Anzahl und Größe der aktinischen Keratosen ab.

Bitte sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gerne ausführlich über diese neue Behandlungsmethode!


 

 




© 2007 Dr. med. Oliver Hafner und Dr. med. Wilhelm Mailänder